Home-Office

ERGONOMISCH RICHTIG ZU HAUSE ARBEITEN

Das gesunde Home-Office

Sie arbeiten aktuell von zu Hause aus und fragen sich, wie Ihr Arbeitsplatz aussehen soll, damit Sie gesund und leistungsfähig bleiben?

Lesen Sie hier, was beim Einrichten Ihres Arbeitsplatzes entscheidend ist.

Mit 10 Tipps zur Arbeitsplatzgestaltung sowie geistiger und körperlicher Fitness gelingt es Ihnen, sich im Home-Office rasch zu orientieren. So rücken die Inhalte Ihrer Arbeit schnell wieder in den Fokus Ihrer Aufmerksamkeit.

10 Tipps für den ergonomischen Home-Office Arbeitsplatz

Überlegen Sie, wo Sie ihren Arbeitsplatz einrichten. Wenn möglich sollte dieser in einem separaten Bereich sein – z. B. in der Ecke eines Zimmers, jedenfalls an einem Ort, an dem Sie Ihre Arbeitsmittel dauerhaft aufstellen können.

Arbeiten Sie im Sitzen immer an einem Tisch oder im Stehen an einer hohen Kommode. Auch wenn Sofa, Bett und Esstisch keine Dauerlösung sind – sich für ein paar Minuten mal woanders zu platzieren, lockert auf, schont den Rücken und ist nicht verboten. Allgemein gilt: die nächste Position ist die beste Position.

Die Sitzhöhe sollte so eingestellt sein, dass die Oberschenkel bis zum Knie eine abfallende Linie bilden (ein Wassertropfen sollte langsam an der Oberseite Ihres Oberschenkels nach unten rollen können) und der Winkel zwischen Rücken und Oberschenkel sollte größer als 90 Grad sein. Nutzen Sie die „Schaukelfunktion“ Ihres Bürostuhls (falls vorhanden) zum dynamischen Sitzen!

Verwenden Sie für längere Arbeitsphasen immer eine extra Tastatur und Maus. Tippen Sie nicht auf der Laptop-Tastatur!

Wenn Sie mit dem Laptop arbeiten, muss der Bildschirm erhöht sein. Stellen Sie den Bildschirm so auf, dass sich weder Lichtquellen darin spiegeln, noch Sie selbst geblendet werden. Tageslicht kommt am besten von der Seite.

Nehmen Sie eine aufrechte und entspannte Sitzhaltung ein. Beide Füße haben einen guten Bodenkontakt. Auf ihnen lastet ein Teil Ihres Körpergewichtes. Ihre Oberschenkel liegen flach auf der Sitzfläche und nicht nur auf einem kleinen Teil.

Ihre Schultern sind locker und entspannt. Unterarme und Handgelenke liegen auf Armlehnen und Tisch auf. Hoch gezogene Schultern versetzen die Schulter- und Nackenmuskulatur in eine Dauerspannung. Das verursacht Schmerzen.

Der optimale Abstand von den Augen bis zum Bildschirm beträgt 50 bis 70 cm. Die Blickrichtung sollte bei gerader Haltung immer von oben nach unten verlaufen, um Nackenverspannungen vorzubeugen. Wenn Sie mit dem Laptop arbeiten, muss der Bildschirm erhöht sein.

Unterbrechen Sie lange Sitzphasen und stehen Sie zum Telefonieren oder bei Videokonferenzen auf. Positionswechsel und aktive Pausen gelten als effektive Maßnahmen, um Schmerzen und Unwohlsein im unteren Rücken zu verringern. Wir empfehlen nicht länger als 2 Stunden am Stück im Sitzen zu verbringen und jede Stunde für 5-10 Minuten aufzustehen und zu gehen.

Bewegungspausen zwischendurch sind im Büro als auch zu Hause ein wichtiges Element um fit und leistungsfähig zu bleiben. Ein 5-Minuten-Work-Out schicken wir Ihnen gerne als Video unter info@ergoimpuls.com. – Nur wenige Minuten täglich genügen um sowohl gezielt die Bandscheiben, den Muskelapparat und die Faszien zu aktivieren und dadurch präventiv einer Vielzahl von Beschwerden vorzubeugen, als auch mental für ein hohes Maß an Ausgeglichenheit zu sorgen.

Ihr individuelles Coaching

Gesund und leistungsfähig im Home-Office

Ein ergonomisch gut eingestellter Arbeitsplatz ist zuhause so wichtig wie im Betrieb. Punkten Sie bei Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit perfekt eingestellten Home-Office- Arbeitsplätzen.

Unser Home-Office-Paket bietet Ihnen

  • Home-Office Check
  • Optimierung des vorhandenen Arbeitsplatzes im Home-Office
  • Erstberatung per Video-Telefonat oder Foto von Ihrem Arbeitsplatz

Rufen Sie uns einfach an: +49 (0)179 4250374
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Von zu Hause aus Leistung bringen

Wie Home-Office-Arbeitsplätze optimal ausgestattet werden

Die Arbeit im Home-Office nimmt zu. Nach anfänglicher Skepsis einigen sich immer mehr Arbeitgeber mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern darauf. Dabei bringt die Arbeit von zu Hause aus Vor- und Nachteile. Zu oft wird zum Beispiel vernachlässigt, dass auch im Home-Office die Arbeitsstättenverordnung gilt und damit die gleichen Anforderungen an Arbeits- und Gesundheitsschutz erfüllt werden müssen, wie für einen normalen Bildschirmarbeitsplatz. Entscheidend für die Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters ist die körpergerechte Ausstattung und ergonomische Gestaltung des Home-Office-Arbeitsplatzes

Unternehmen in Deutschland zentralisieren, der Fachkräftemangel spitzt sich zu, Flexibilität und Digitalisierung schreiten voran, die Forderung nach mehr Work-Life-Balance oder die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind Trends, die das Arbeiten von Zuhause aus befördern. Dazu kommt: Ganz Deutschland leidet zu Beginn und am Ende der Bürozeiten unter verstopften Straßen, obwohl moderne Verschlüsselungstechniken den sicheren Datenaustausch zwischen dem Heimarbeitsplatz und der Firmenzentrale erleichtern. Doch wie sehen moderne Heimarbeitsplätze aus? Was ist zu beachten und für wen eignen sie sich?

Für den normalen Bildschirmarbeitsplatz und auch für den Telearbeitsplatz (Arbeiten im Home-Office) gelten Anforderungen aus dem Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Nach § 2 Absatz 7 ArbstättV (Arbeitsstättenverordnung) sind Telearbeitsplätze vom Arbeitgeber fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich der Beschäftigten, für die der Arbeitgeber eine mit den Beschäftigten vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit und die Dauer der Einrichtung festgelegt hat. Zudem müssen die Bedingungen der Telearbeit arbeitsvertraglich oder im Rahmen einer Vereinbarung festgelegt werden und die benötigte Ausstattung des Telearbeitsplatzes mit Mobiliar, Arbeitsmitteln einschließlich der Kommunikationseinrichtungen muss durch den Arbeitgeber oder ein von ihm beauftragte Person im Privatbereich des Beschäftigten bereitgestellt und installiert sein.
Beim mobilen Arbeiten erledigen die Mitarbeitenden ihre Arbeit an beliebigen Orten, wie beispielsweise bei Kunden, auf Dienstreisen, im Hotel oder in der Bahn und benötigen dadurch keinen festen Arbeitsplatz im Unternehmen. „Mobiles Arbeiten“ unterliegt nicht der Arbeitsstättenverordnung.

Während Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Produktion am Standort gefragt sind, genießen Kollegen in Vertrieb, IT,
Marketing, Design oder Kommunikation mehr und mehr Freiheiten des ortsunabhängigen Arbeitens. „Eigentlich ist es
egal, wo ich arbeite“, sagen viele. Und manch einer träumt davon, sich im Sommer mit seinem Laptop an den See oder auf eine Parkbank und im Winter auf das Sofa vor dem Kamin oder in ein gemütliches Café zu setzen. Ob das der geforderten Konzentration gerecht wird? Ganz sicher erfüllt es nicht die notwendigen Kriterien der Ergonomie, also der Wissenschaft von den Leistungsmöglichkeiten und -grenzen des arbeitenden Menschen. Auf der anderen Seite hat sich die noch vor einigen Jahren verbreitete Meinung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lieferten im Home-Offi ce schlechtere Leistung grundlegend geändert.

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) nimmt die Nutzung von Home-Offi ce zu: 2013
arbeiteten 19 Prozent der Beschäftigten in privatwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Beschäftigten von zu Hause. 2017 waren es bereits 22 Prozent. Prognosen der Unternehmen zeigen, dass der Anteil der Home-Offi ce-Mitarbeiter in den kommenden fünf bis zehn Jahren weiter steigen wird. Arbeitgeber profitieren vor allem von der höheren Flexibilität ihrer Mitarbeiter und stehen den Wünschen nach einem Home-Office daher zunehmend positiv gegenüber. Im Gegensatz zu früheren Annahmen attestieren 45 Prozent der Arbeitgeber der Arbeit im Home-Offi ce sogar eine höhere Produktivität. Auf der anderen Seite sind die Beschäftigten davon überzeugt, dass sie ihre Tätigkeit im Home-Office besser ausüben können. Sie schätzen die Fahrzeitersparnis und die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Auf der anderen Seite fürchten manche die zunehmende Vermischung von Beruf und Privatem.

Wie auch immer Arbeitgeber und Arbeitnehmer dem Trend Home-Offi ce gegenüberstehen. Er wird sich fortsetzen und
gehört unbedingt zu den Szenarios, die die Zukunft der Arbeit skizzieren, ebenso wie die Prozesse der Digitalisierung und der Produktion 4.0. Entscheidend ist schließlich, wie das Home-Office des einzelnen Mitarbeiters gestaltet ist. Es unterliegt ebenso der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers wie der Arbeitsplatz im Betrieb und muss selbstverständlich die Kriterien der Arbeitssicherheit erfüllen. Ist eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt worden? Verfügt der Arbeitsplatz über ausreichend Tageslicht und künstliches Licht? Eine Reihe von Unternehmen haben bereits Betriebsvereinbarungen über ihre Heimarbeitsplätze getroffen und entsprechende Standards entwickelt. Andere stehen noch am Anfang.

Ein gut eingestellter Arbeitsplatz ist zu Hause genauso wichtig wie im Betrieb.

  • Dazu gehören ein individuell einstellbarer Arbeitsstuhl, ein höhenverstellbarer Tisch, ein separater und ebenfalls individuell einstellbarer Bildschirm sowie ideale Lichtverhältnisse. Dabei reicht es nicht aus, dem einzelnen Mitarbeiter diese Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen – er muss auch wissen, wie er damit umgeht und worauf es ankommt.
  • Bei der Einstellung des Bürostuhls ist die richtige Sitzhöhe wichtig. Die Kniegelenke müssen beim Sitzen senkrecht über besten so eingestellt, dass der am stärksten gewölbte Abschnitt auf der Gürtelhöhe liegt. Der Druck gegen die Rückenlehne fördert Balance und Bewegung beim Sitzen. Das Gewicht der Arme ist vollständig an die Armlehnen abgeben und bildet einen Winkel von circa 90 Grad.
  • Die Tischhöhe ist nach der Höhe der Armlehnen ausgerichtet. Entscheidend hier: Die Schultern sind entspannt.
  • Bei der Einstellung und Neigung des Bildschirms ist darauf zu achten: Die oberste und die unterste Zeile müssen ohne Kopfbewegung erfasst werden können.

Der Arbeitsplatz sollte nicht vor dem Fenster stehen, sondern im rechten Winkel dazu, dass das Tageslicht nicht blendet. Auch im Home-Office sollten Mitarbeiter kleine Pausen einlegen, aufstehen, sich bewegen oder Rücken und Nacken dehnen. So beugen sie Beschwerden vor.

Gute Arbeitgeber punkten mit perfekt eingestellten Home-Office Arbeitsplätzen.

Der Artikel „Wie Home-Office Arbeitsplätze optimal ausgestattet werden .“  Wurde veröffentlicht in: Ergonomie Markt 6/2019
 

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